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Running Time

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Running Time

Beitragvon Acid am Dienstag 27. Februar 2007, 20:15

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Running Time

Land+Jahr: USA 1997
Regie: Josh Becker
Cast: Bruce Campbell, Jeremy Roberts, Anita Barone, Stan Davis, Gordon Jennison Noice, Art LaFleur, Dana Craig, Curtis Taylor, Ruby Marlowe, Jules Desjarlais, David Kirkwood
Dauer: ca. 65 Min.

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Bruce Campbell wird ja den Meisten bekannt sein. Und den Meisten von den Meisten wohl aus der Evil Dead Trilogie, welche noch immer Weltweit Ruhm erntet. Hier spielt Bruce einen Kerl namens Carl. Carl sass im Knast, und zwar eine ganze Weile. Das gute ist, er wird nun entlassen, und der Gefängnisdirektor glaubt an ihn, und schenkt im zur Feier des Tages auch gleich noch eine Schachtel Zigarren. Als Carl die Frage was er denn nun mache mit er eröffne eine Wäscherei, das habe er hier gelernt antwortet, freut es den Direktor gleich noch mehr. Ist er doch Stolz darauf aus dem Gefängnis eine erfolgreiche Wäscherei, und aus Carl scheinbar einen guten Schüler gemacht zu haben.?Abgeholt wird Carl von einem alten Freund, der einen Lieferwagen besorgt hat, und auch geschaut hat das in dessen Frachtraum bereits eine Prostituierte wartet. Diese erkennt Carl nach dem Sex jedoch als alte Schulgefährtin wieder, was scheinbar nicht nur in ihm wieder ein paar Gefühle aufflammen lässt. Beide scheinen auch das Bedürfnis zu haben mit jemandem oder gar miteinander zu sprechen worauf sie ihm Nummer und Adresse reicht, bevor sie dann abgeladen wird. Kaum geschehen, geht es auch schon wieder ans einladen. Dies werden nämlich ein Drogensüchtiger sowie ein alter Kumpel, mit dem Ziele bereits wieder einen von Carl geplanten Coup zu landen und 250’000 Dollar abzustauben. Dank offensichtlich brandaktuellen Infos weis Carl nämlich wo und vor allem wann sie in der zum Gefängnis gehörenden Wäscherei zuschlagen müssen, um in deren Tresor die hübsche Summe vorzufinden. Allerdings bleibt ihnen für das knacken des Tresors nur 20 Minuten (später dann noch: 20 Minuten plus die Zeit ein Eis zu holen), um nicht mehr als nur die drei harmlosen Angestellten die sich im Laden befinden in Schach halten zu müssen. Die Stimmung ist aber Leider nicht gerade rosig, da bereits im Voraus schon das eine oder andere schief läuft, und Carl seinen Freund beschuldigt das ganze miserabel vorbereitet zu haben.

Ganz in Schwarz/Weiss gehalten , ist einem die heutzutage ja nicht gerade übliche Optik des Films von Anfang an bewusst. Einiges Spezieller noch, ist jedoch dass man, wie auch in Hitchcocks (welchem übrigens auch ein special thank im Abspann gewidmet ist) Cocktail für eine Leiche das ganze ohne deutlich erkennbarer Schnitt abläuft. Um nicht wirklich die ganzen 65 Minuten an einem Stück drehen zu müssen, wurde auf einen ein wenig eigenartig wirkenden, aber eigentlich durchaus eleganten Trick zurückgegriffen. Ein paarmal passiert es, dass etwas zu Nahe vor die Kamera kommt (eine Tür oder auch ein Mensch). Dadurch wird das Bild zu Dunkel um etwas erkennen zu können, und es entsteht ein kleiner Spielraum um einen Schnitt anzusetzen. Vielleicht wurde sogar auch einmal bei einem schnellen Kameraschwenk mal geschnitten. Diese Schwierigkeit wurde gut gemeistert, und lies auch einige sehr schöne Kameraarbeiten entstehen. Da weder Zeitlupe noch Zeitraffer vorkommen läuft der ganze Film natürlich gezwungener Massen in Echtzeit ab, was auch interessant ist, jedoch wohl gezwungen hat ein paar Dinge sehr schnell abzuhandeln. Irgendwie wird wirklich schon fast von beginn an das Gefühl vermittelt das die Zeit wirklich eine Rolle spielt, und es davon nicht zu viel gibt. Nicht nur wegen der Technik, sonder auch wegen der Story müssen die Dinge von Beginn an sehr schnell ablaufen, da ja Carls Plan genau und knapp berechnet ist. Allerdings ist es dann fast ein wenig zu viel des guten, da sich wirklich sehr viel ereignet (Entlassung, Begrüssung des Freundes, Sex, Wiedererkennung, Austausch, aufladen, Pannen/Fehler, Dialoge usw. usf.) und das dann dazu führt das die Ereignisse fast ein wenig zu schnell an einem Vorbei ziehen. Die Grundidee, ein Gefängnis auszurauben aus dem man unmittelbar davor gerade entlassen wurde, bleibt aber gut, und auch die Konflikte und Dialoge, die die beiden Freunde während ein Dritter den Safe zu knacken versucht wieder über längst vergangene Auseinandersetzungen in der Schule streiten lassen.?Eine spezielle Machart, die in angenehmem Kontrast zu Filmen wie Domino steht, in denen alle paar Sekunden nervöse Schnitte angesetzt werden, und eine durchaus nicht fantasielose Story inklusive dem herrlich Kitschigen Schlusswort (“I have all I need”) machen zwar ein wenig überladene, aber durchaus interessante 65 Minuten.
Zuletzt geändert von Acid am Dienstag 3. Juli 2007, 21:55, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Equilibrium am Mittwoch 28. Februar 2007, 09:15

...und wie bewertest du den Film ???

Also mir hat er sehr gefallen ! (8/10)
Frei ab 12 Jahren heißt, der Held kriegt das Mädchen. Frei ab 16 heißt, der Bösewicht kriegt das Mädchen. Frei ab 18 heißt, jeder Darsteller kriegt das Mädchen.
(Michael Douglas)
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Beitragvon Acid am Mittwoch 28. Februar 2007, 11:16

Hab ihm 8.5/10 gegeben :wink:
"mr hetsch nid liacht, aber liacht hetsch aim!"

"If you can't trust a Swiss banker, then what's the world come to?" - James Bond vor 10 Jahren.

De Wörld isch nöd en Aff
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