Original Titel: Nude si muore- Sette vergini per il diavolo
Land+Jahr: Italien 1967
Regie+Buch: Anthony M. Dawson (=Antonio Margheriti)
Dauer: ca. 94 min
Ein abgelegenes Mädchenpensionat, in das Mädchen der oberen Schichten geschickt werden, wird von einem Killer heimgesucht. Dies zufälligerweise (oder auch nicht?) gerade nachdem die neuen Lehrer eingetroffen sind.
Sieben Jungfrauen für den Teufel kann man sicherlich als einen der Mitbegründer der Giallo-Welle in Italien anschauen, ist er ja schon 1967 von Antonio Margheriti (zwar unter dem Pseudonym Anthony M. Dawson) inszeniert worden. Margheriti hat ja sein können unter anderem auch beim Western “Fünf Blutige Stricke” unter Beweis gestellt.
Anfangs wird erst mal eine Frau in einer Badewanne erwürgt und ertränkt. Überhaupt scheint in diesem Film das Erwürgen klar vorgezogen worden sein (gut wir haben noch einen Mordversuch im Wasser (ersticken) und einen Mord mit einer Sichel), so kommt der Film fast ganz ohne Blut und erst recht ohne spektakuläre Effekte aus, auch die Giallo typischen Nackt- oder Sexszenen fehlen fast gänzlich.
Die Voraussetzungen für die Story und Handlungen sind so simpel wie bei einem Herkömlichen Teenie-Slasher, und so stupide (nein, sogar noch stupider!) ist dann auch der Ablauf.
Im Mittelpunkt stehen eigentlich zwei der Mädchen. Die eine ist das, ein wenig ärmliche, brave Mädchen, das die Eltern verloren hat (die natürlich sehr viel Geld hatten) und mit dem Reitlehrer liiert ist, den sie bald heiraten will. Die andere ist die rebelische (?), freche Göre, die sich für Kriminalgeschichten interessiert, und auch beim realen Krimi die Nase nicht raushalten kann.
Nach dem Verschwinden des ersten Mädchens werden bereits strikte Hausregeln durchgesetzt (was natürlich niemanden daran hindert, sich heimlich mit dem Lehrer zu treffen oder grausame Funde zu machen) und dies nimmt so seinen Lauf. Niemand, auch die Polizei nicht (!), denkt daran das es evtl. besser wäre wenn sich alle in einem Raum aufhalten würden, bis die Sache geklärt ist. So kommt es dann auch das alle in ihrem Einzelzimmer sind (/sein sollten), und sich auch von Zeit zu Zeit mal ein wenig alleine nach draussen begeben, oder in eigenartiger Aufmachung inmitten der Nacht dem Bach entlang zu laufen. Im Prinzip benimmt sich einer dämlicher und nicht nachvollziehbarer als der andere, und am Schluss fällt es dann schwer sich nicht aufzuregen.
Natürlich rätselt man aber auch in diesem Film nach dem Täter, allerdings wird man schon von Anfang an jemanden Verdächtigen, und Motive kamen dann auch, allerdings bleiben stehts andere Möglichkeiten offen, was doch noch einen gewissen Grad an Spannung gewährleistet (wenn auch wirklich nur gering).
Die Meisten werden es wahrscheinlich fast nicht aushalten eine Stunde und ne Halbe diesen sehr dummen Menschen zuzuschauen. Ein wirklich dämlicher Film, bei dem es sich nach der Betrachtung schwer fällt sich nicht aufzuregen.





