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The virgin suicides

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The virgin suicides

Beitragvon Equilibrium am Donnerstag 31. Januar 2008, 12:36

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Titel: The Virgin suicides
Tagline: Love Sex Passion Fear Obsession
Jahr: 1999
Spieldauer: 97min
Land: USA


Story (Nach einer Novelle von Jeffrey Eugenides):
Ein kleines, nicht genauer benanntes Südstaatenkaff. Die Strassen herausgeputzt, die Wiesen vor den Häusern ähneln in ihrer Perfektion einem Golfplatz. Ulmen säumen die Strassen. Mit einem Wort; Das Paradies. Und wie es sich für das Paradies gehört; Die Menschen die es bewohnen sind Erzchristlich. Bis auf die Lisbon’s, die sind noch christlicher. Vielleicht ist dies der Grund weshalb Gott die Lisbon’s mit 5 Engelsgleichen Töchtern belohnt hat. Cécilia, Lux, Mary, Therese & Bonnie. Alle blond, alle geheimnisvoll, alle kariesfördernd süss !

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Die Familie Lisbon, als die Welt noch in Ordnung war...

Doch mit Cécilia, der Kleinsten, scheint irgendwas nicht zu stimmen, beginnt die Geschichte doch mit dem Selbstmordversuch der 13-jährigen.
Die Familie ist schockiert, die Nachbarschaft ebenso. Während die Erwachsenen aus der Umgebung darüber diskutieren inwieweit man den Eltern die Schuld für den Selbstmordversuch zuschieben könnte, versuchen die Jungs aus der Strasse das Mädchen zu verstehen.
Im weiteren werden wir eingeführt in eine Welt wie sie schöner und härter nicht sein könnte. Die Mutter der geheimnisvollen Mädchen erinnert irgendwie an Norman Bates Mutter; Überfürsorglich, ängstlich, gläubig. Die Mutter versucht den Mädchen eine perfekte Welt aufzubauen, schafft aber nicht viel mehr als einen goldenen Käfig. Der Vater, seines Zeichens Mathe-lehrer an der örtlichen Highschool, versteht das man die Mädchen nicht unter Schutzhaft setzen kann um alles Böse von ihnen fern zu halten. Doch leider ist er der Paradepantoffelheld, der gegen die Meinungen und Vorgehensweisen seiner Frau nicht im mindesten aufzumucken versucht. Und so dreht sich das Teufelsrad immer weiter: Alle Jungs möchten die Schwestern kennen lernen, die Schwestern würden das noch so gerne zulassen und die Eltern führen einen subtilen Privatkrieg gegen den Sittenzerfall den Jungs aus Ihrer Sicht zwangsläufig bedeuten.

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Das Böse....jedenfalls wenn man die Mutter fragt.

Als die Eltern realisieren das Sie Ihre Töchter nicht ewig wegsperren können erlauben sie ihnen die eine oder andere „Jugendvergnügung“ aber natürlich nur unter härtesten Auflagen. Es passiert was immer passiert wenn Jugendliche sich vergnügen und die Eltern sehen sich in Ihren schlimmsten Befürchtungen bestätigt und schliessen die Mädchen wieder weg. Doch dieses Mal ist das wegschliessen nicht als Redewendung gemeint sondern in Echt. Es kommt wie es kommen muss denn nicht umsonst ist „Isolationshaft“ als Foltermethode anerkannt und niemand steht ewige Folter durch...

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Cécilias erster Selbstmordversuch

Inhalt:
Das Regiedebut von Sofia Coppola beginnt mit einem Satz des Erzählers der uns gleich von vorne weg klar macht, das keine der 5 Schwestern die gesamte Spielzeit des Films überleben wird. Insofern kann man nicht behaupten dieser Film sei irgendwie spannend. Das Ziel ist gesetzt und trotzdem bleiben Fragen: WIE kann es so weit kommen das gleich 5 Schwestern sich umbringen ? 5 Schwestern notabene die nicht die üblichen Probleme von Teenagern haben. Ihre sind anders....aber nicht minder hart.
Die Tagline dieses Films könnte passender kaum gewählt sein: Das genannte entspricht exakt genau dem, was der Film uns erzählt. Nicht mehr und nicht weniger. Eine Kombination die schon im voraus erahnen lässt wie abgründig die Geschichte ist die uns hier vorgesetzt wird.
Es entbehrt wohl nicht einem gewissen Zynismus das der Todesweg der Mädchen in sehr weichen, ansprechenden Bildern gezeigt wird. Ganz nach dem Motto: Der Teufel hat immer ein schönes Gesicht. & Hässliches versteckt sich immer hinter einen farbigen Fassade.

PS: Der Titel des Films lügt uns knallhart an; Mindestens eine der Schwestern ist bei Ihrem Tod nicht mehr Jungfrau !

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Lux muss zur Strafe für zu spätes nach Hause kommen, ihre Plattensammlung zerstören

Machart:
Sehr speziell. Auf den ersten Blick fällt einem nicht mal irgendwas auf. Gute Einstellungen, schöne Kamerafahrten, langsame Schnitte. Aber nichts das einem als „neu“ oder „innovativ“ auffallen würde. Doch je länger der Film läuft, desto mehr fallen einem (ein Haufen) Kleinigkeiten auf die den Film doch in seiner Machart vom Durchschnitt abheben lässt. Die Erzählweise zum Beispiel hat keine fixe Struktur. Manchmal wird man von einem Erzähler geführt, dann wieder eine normaler 0815-Ablauf der ohne Verschiebungen auf der Zeitebene die Geschichte vorwärts treibt und kurz darauf ein Schnitt in die Zukunft wo ein Beteiligter, nun als Erwachsener, im Interview-Stil seine Gedanken zu den Geschehnissen der damaligen Zeit erläutert.
Auch der Erzähler ist ein Fall für sich: Er muss ein Charakter der Geschichte sein, es wird aber niemals ausformuliert WELCHER.
Und auch sonst hat dieser Film ungewöhnliches zu bieten: Die erzähltechnischen Hauptfiguren sind nicht die Mädchen obwohl diese nach der Geschichte definitiv den Kreis bilden um welchen sich das Schicksal dreht.
Dies alles ist in einer angenehmen Form verwirrend. Angenehm weil die Geschichte so einfach ist und so langsam erzählt wird, das es unmöglich ist durch die schräge Erzählweise den Faden zu verlieren. Ausserdem hat die Geschichte keine Überraschungen zu bieten. Alles Wichtige das passieren wird, weiss man im Voraus. Auch wenn das durch diese Aussage an dieser Stelle so tönen mag: Der Film wird nie langweilig. Man sucht automatisch nach einem Grund oder einem genauen Beginn des Abgrundes, die Geschichte ist nur sekundär das was den Zuschauer interessiert. Eigentlich ein Geniestreich von Ms. Coppola: Eine Geschichte erzählen die ihre Spannung nicht aus der Geschichte selbst zieht sondern aus den Gedanken die sich der Zuschauer dazu macht !

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Traute Einsamkeit...

Fazit:
Ein schwieriger Film in allen Belangen. Er bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen langweiligem Geplänkel und hochintelligentem Drama. Meines Erachtens schafft der Film mit ein paar sehr kleinen Abrutschern diese Gratwanderung sehr gut. Und in Anbetracht das dies der erste Film der Regisseurin ist kann man wirklich nicht viel dagegen sagen. Auf jeden Fall ein Film den ich mir nochmals ansehen werde auch wenn ich die Befürchtung hege das dieser Film nur einmal funktioniert. Und ich bin mir ausserdem ziemlich sicher das sich an diesem Film die Meinungen spalten werden. Die einen werden ihn sehr gut finden (zu denen zähle ich mich) und dann wird es diejenigen geben die ihn stinklangweilig finden werden (was ich nachvollziehen aber nicht unterschreiben kann). Dies ist die logische Konsequenz aus einem Film der, wie oben beschrieben, seine Essenz aus den Gedanken der Zuschauer zieht. Schaltet man Hirn & Herz aus zu diesem Film, kann man sicher sein, das er einem nicht gefallen wird !
Nur eines wird es nicht geben: Eine Zuschauergruppe die den Film sosolala findet. Und dies sagt auch eine Menge aus wie ich finde !

Meine Wertung: 8.7/10


Trailer:

Frei ab 12 Jahren heißt, der Held kriegt das Mädchen. Frei ab 16 heißt, der Bösewicht kriegt das Mädchen. Frei ab 18 heißt, jeder Darsteller kriegt das Mädchen.
(Michael Douglas)
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