
Shot at 2007-07-02
Titel: Appurushîdo (Appleseed)
Tagline: Humanity's last chance for survival
Besonderheiten: Nach einem Comic von Masamune Shirow (Ghost in the shell)
Jahr: 2004
Laufzeit: 105 min
Land: Japan
Story:
Wir schreiben das Jahr 2131. Der dritte Weltkrieg ist seit einiger Zeit vorbei und von der Welt wie wir sie heute kennen nicht mehr viel mehr übrig als Schutt und Asche. Ein paar verbleibende Söldner die, soviel zum zynischen Teil, noch nicht geschnallt haben das der Krieg vorbei ist, kämpfen gegen ein paar fiese Überbleibsel des Krieges in Form von gewalttätigen und brutalen Kampfroboter die irgendwie autonom zu funktionieren scheinen.
Gleichzeitig an einem anderen Punkt der Welt: In der nach dem Krieg gegründeten Kommune "Olympus" lebt ein Teil der verbleibenden Menschheit in Frieden und Wohlstand. Sie leben im goldenen Käfig in dem es Ihnen zwar gut geht, den sie aber auch nicht verlassen können. Sie haben sich mit den Maschinen arrangiert und leben gemütlich mit den Biodroids, und sogenannten kybernetischen Klonen, Seite an Seite und langweilen sich in den Tag.
Währenddessen sich die kleine Söldnertruppe unter der Leitung von Deunan Nut, einem kleinen zierlichen aber scheinbar extrem tödlichen Mädchen mit den denkenden Panzern und allerlei sonstigem Technogesocks herumärgern muss.
Es kommt wie es kommen muss, alle die wirklich harten Kerle überleben den Angriff der Zahnradfressen nicht und die verbleibende Deunan Nut wird von einer dritten Truppe die plötzlich auf der Bühne erscheint "gerettet". Doch was heisst schon Rettung ? Wer möchte schon mittels eines Stoppgeschosses direkt in den Rücken gerettet werden ? Und das auch noch von irgendwelchen namenlosen Kriegern bei denen zumindest optisch nicht so wirklich klar wird ob es sich jetzt da um Freund oder Feind handelt...
Als Deunan aufwacht von ihrem KO-Schlag, glaubt sie im Himmel zu sein: Alles ist weiss, alles ist clean und von der dreckigen Welt ist nichts mehr zu sehen. Und das Beste: SIE LEBT !
Wie die meisten von euch nun richtig vermuten werden wurde Deunan nach Olympos gebracht. Und von nun an wird die Geschichte echt kompliziert. Der Captain der Einsatztruppe die Deunan gerettet haben, scheint ein Bekannter (oder gar Freund ?) eben dieser zu sein wennauch er nicht mehr als Menschliches Wesen identifizierbar ist da sein Körper aus mehr Schrauben denn Fleisch besteht. Trotzdem erkennt ihn Deunan an seiner Stimme...und ist geschockt. Nur hat sie keine Zeit ihren Schock zu geniessen da sie schon vor den Ältestenrat von Olympos (und der ist wirklich verdammt alt) geschleift wird und dort einen Auftrag erhält. Soll sie annehmen oder nicht ? Macht dieser Auftrag überhaupt Sinn ? Ist Olympos nicht so oder so dem Untergang geweiht ? Fragen über Fragen und keine schlüssigen Antworten. Doch je mehr sich Deunan mit ihrer neuen Aufgabe beschäftigt, desto mehr sieht sie hinter eine Fassade aus Lügen und Intrigen. Nichts ist wie es scheint und wer kann schon sagen wer gut und wer böse ist ? Verhängnissvolle Geschehnisse nehmen ihren Lauf...
Inhalt:
Man merkt deutlich das die Geschichte von Masamune Shirow stammt. Die Komplexität eines Zusammenlebens zwischen (menschlichen) Robotern und fleischlichen Vertretern dieser Spezies ist allgegenwärtig. Waren die Spannungen in Ghost in the shell noch das Thema, sind sie allerdings hier mehr Hintergrund für eine ziemlich spannende End-of-mankind-Story. Auch der Maincharakter ist in Appleseed wie auch in Ghost in the shell eine von der Statur her unauffällige, eher zierliche Heldin die allerdings im Kampfeinsatz zur absoluten Bestie mutiert. "Masamune Shirow at his best" um es kurz zu machen...
Machart:
Selbstverständlich als Manga daherkommend überzeugt die Machart dieses Films mehr als. Die Charaktere sowie die Details sind gezeichnet, die Hintergründe computeranimiert. Eben diese Hintergründe allerdings sind so unglaublich gut das man stellenweise meinen könnte es handle sich um echte Aufnahmen die verwendet wurden.
Und dann ist da ja noch die Action und von der gibts nicht zu wenig in diesem Film. Völlig atypisch für einen Manga sind die Actionsequenzen extrem realistisch gehalten. Keine Speedlines oder ähnliches wie es sonst für Mangas üblich ist. Das kann man jetzt als Mangafan als Defizit werten oder aber man kann sagen es kommt dem Film zugute (was eher meiner Meinung entspricht). Durch die ganze reale Darstellungsweise ermöglicht einem dieser Film ein "Mitleben" wie es ein Trickfilm normalerweise nicht schafft. Die Eingangssequenz in der Deunan und ihre Söldner sich den Kampfrobotern in den Weg stellen ist so Adrenalingeladen das auch der Zuschauer kaum zu atmen wagt. Die Hölle die diese Kampfroboter losbrechen lassen, würde einen Terminator vor Neid erblassen lassen. Und das alles in fast fotorealistischer Auflösung.
Fazit:
Für mich verdient dieser Film eine klare 8.5/10. Klar, im Endeffekt ist es wie mit jedem Trickfilm; Entweder er gefällt oder er gefällt nicht. Allerdings ist der Vorteil von Appleseed das er durch seine Machart möglicherweise auch Leute anzusprechen vermag die eigentlich nicht unbedingt etwas mit Comicverfilmungen anfangen können.
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Trailer:






